Wochenende in Worten feat. Blogfamilia

Wochenende in Worten feat. Blogfamilia

Ihr Lieben, das war ein Wochenende! Voll. Schön. Lang. Weit. Nur das mit den Bildern, nech, das hat wieder nicht so ganz geklappt. Ein paar wenige sind zusammen gekommen, aber für so ein echtes Wochenende in Bildern reicht das wohl nicht. Darum gibt es für alle, die wissen wollen, wie dieses Wochenende war, ein Wochenende in Worten.

Freitag 04.05.2018

Im Grunde war schon am Freitag Wochenende. So in der Theorie. Denn der Wikingergatte hatte Urlaub und wir den Plan, nach Berlin zu fahren. Berlin? Berlin. Diesmal nicht NUR, um die wunderbare Familie Nooborn zu belästigen. nein, diesmal wollte ich quasi die gesamte deutschsprachige Muddi-Blogger-Szene belästigen. Klingt ambitioniert? Naja. Alu und Konstantin von Große Köpfe und das gesamte Team der Blogfamilia haben es mir leicht gemacht: Sie haben unheimlich viele tolle Blogger*innen zur Blogger Konferenz nach Berlin geladen. Und so langsam dämmert Euch, wie meine Pläne sind, stimmts?

Aber zuerst steht eine ziemlich lange Autofahrt bevor. Also, drei Stunden sind nicht die Welt. Drei Stunden mit drei kleinen Kindern, darunter eine semi-gerne Auto-fahrende Speckbohne und ein absolut nicht amüsierter Butterkeks hingegen sehr wohl. Ich erwähnte es kurz auf Twitter: Wir hatten die Stadtgrenze Lübecks noch nicht passiert, da hatten die größeren Kinder Streit (ich kann nicht mal genau sagen worüber. Sie vielleicht auch nicht. Aber es war wichtig, dabei sehr laut zu sein), das kleinste Kind war vom Geschrei der größeren wach geworden und ärgerte sich lautstark darüber und der Proviant war auch alle. Also, bis auf den Süßkram. Aber der sollte Extremsituationen nach drei Stunden fahrt und kurz vor dem Ziel vorbehalten sein. Kilometer null zählt da noch nicht.

Irgendwann haben die Großkinder das Kleinkind wieder in den Schlaf gestritten und wir kommen quasi in Rekordzeit in der Ferienwohnung an. Und -Überraschung- nach einem Debakel (mit einem echt doofen AirBnB Nutzer) ist die (über Ebay Kleinanzeigen reservierte) Wohnung richtig richtig cool. Größer als unsere Zuhause in Lübeck, liebevoll hergerichtet von super netten Menschen, die sofort einen ganzen Fuhrpark an Spielzeug und überhaupt quasi fast einen ganzen Spielplatz auspacken, sobald sie die Kinder sehen. Jackpot, meine Damen, Herren und Sternchen!

Wochenende in Worten feat. Blogfamilia
Glückspilzgarten

Lange bleiben wir dort aber nicht, denn ich bin zu neugierig. Worauf? Noob 3, versteht sich. Und was soll ich sagen? ich bin verliebt! Aber das war zu erwarten, gebe ich zu. Bei Familie Nooborn mag ich einfach alle sehr gern. Meine Kinder übrigens auch. Und der Wikingergatte gar so sehr, dass er fast auf deren Rasen eingeschlafen wäre.

Wochenende in Worten feat. Blogfamilia

Highlight des Freitags ist allerdings nicht direkt das Baby. Sondern ein Bild, das Noob 1 für Wikinger 1 gemalt hat. Und ausgeschnitten! Leute, ich bin nicht sicher, ob ich das so ausgeschnitten bekommen hätte. Ähm. Ich glaube nicht. Und wenn wir gerade beim Vergleichen sind: Ich hätte mir auch nicht zugetraut, sechs Wochen nach einer Geburt den ganzen Tag auf der Blogfamilia zu sein. Zesyra hingegen war sehr zuversichtlich. (Zu Recht, wie sich herausgestellt hat. Aber das weiß ich Freitag ja noch nicht.) Selbst sechs Monate nach der Geburt von K3 hatte ich noch ordentlich Bammel. Nicht so sehr wegen K3, Aber das ist eine andere Geschichte und ehe ich mich fusselig schreibe, gehen wir zufrieden und ziemlich müde ins Bett. In das riesige Ferienwohnungs-Bett. Ooookay, die Kinder hüpfen drauf, aber das ist so ähnlich, oder?!

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Samstag, 05.05.2018

Die Nacht war, äh… wann war Nacht? War`s das schon? Japp. Das war`s schon. Also alle fix fertig machen, noch eine viertel Stunde den Ferienwohnungs-Fuhrpark bespielen und dann ab zum Bahnhof. Mit di*er zauberhafte*n Zesyra, Noob 3 dem zuckersüßen Trollbaby und  Anna  vom Mein Glück Blog (zum ersten mal gesehen und direkt reich und so lieb beschenkt worden- yeah!!!) geht es auf zum Blogger Event.

Wochenende in Worten feat. Blogfamilia
Was man als Wikingerfamilie so geschenkt bekommt…

Ich bin so gar nicht aufgeregt, dass mein Ruhepuls durch die Decke schießt und plötzlich sind da überall Menschen. Echt viele. So viele, dass ich aus Versehen fast ins katholische Tagungszentrum gelaufen wäre, statt ins richtige Hotel. Ein Glück waren diese Menschen nicht nur zahlreich, sondern auch nett und haben mich ganz vorsichtig auf meinen richtungsbestimmenden Irrtum hingewiesen. Ein bisschen ferngesteuert haben wir uns Goodie-Bags (dass ich das noch erlebe!) und Namensschilder abgeholt und dann… öhm… waren wir Teil der großartigen Blogfamilia. Einfach so. Wir haben uns abwechselnd hintereinander oder Julia von Unangespießt versteckt, wir haben unzählige tolle Menschen mit teils weich großartigen Haarfarben (Dana von Lottesmotterleben zum Beispiel) getroffen und es irgendwie auch noch geschafft, an den ausgewählten Workshops und Vorträgen Teil zu nehmen.

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Das klingt jetzt irgendwie voll unspektakulär, aber es hat einen ganzen Tag gefüllt, es gab Essen, Geschenke und es war WIRKLICH spektakulär!!!! Ich habe zum Beispiel eine der Autorinnen vom Gewünschtesten Wunschkind getroffen. Einfach mal kurz so. Die großartige Alu hat mir meine unzähligen Taschen mit Geschenken und Mitbringseln so gepackt, damit ich ich sie schultern konnte. Einfach mal kurz so. Wir wurden verköstigt und Wiebke von Verflixter Alltag saß neben mir ach was sag ich, eigentlich hat sie die Speckbohne bespaßt, während ich Essen holen war. Einfach so! Habe ich Nina von Frau Papa erwähnt? Jane von Regenbogenmutti? Dass ich mit Sandy von Ein Haufen Liebe und unseren Krümeln  lange im Innenhof saß, um Luft zu schnappen?  Ich schrieb schon, dass die Speckbohne sich furchtbar in die Brüste von der Rabenmutti und ihr Kleid verliebt hat? Den Absatz über den Workshop mit der Familie Buddenbohm habe ich aber schon geschrieben? Oder die Keynote von Teresa Bücker?

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Gute Aussichten auf der Blogfamilia

Ich bin sicher, ich schrieb schon bestimmt eine halbe Seite über Heavysaurus, die „Pausenband“. Darüber, dass ich die Idee (Metal für Kinder- yeah!) ganz großartig finde und gar nicht weiß, woher das Konferenz-Team all die vielen guten Ideen nimmt. Jaaa, ich habe bestimmt schon drei Mal gesagt, dass ich allen Ernstes sogar die Wahl der Sponsoren gut finde und sich keine meiner schlimmen Befürchtungen in Bezug auf Blogger und Firmen bewahrheitet hat. Hab ich doch? Und zum Thema Sponsoren, die passen: Während ich ganz dringen den Buddenbohms lauschen wollte, wollte die kleine Speckbohne ganz dringen eher nicht so. Das hat eins auch ziemlich deutlich gehört. Hat aber keiner geschimpft. Nicht mit mir und nicht mit der Bohne. Stattdessen ist eine der Sponsorendamen aufgesprungen und hat ein Spielzeug für die Bohne hergezaubert, das tatsächlich die letzten zwanzig Minuten bis Vortragende überbrückt hat. Und das finde ich einfach: Nett.

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Auch „nett“! Kinderschminken vom Sponsor HP

Überhaupt, ich müsste ganz oft „nett“ und „toll“ schreiben, weil die das wirklich alle waren. Die Blogger. Das Konferenz-Team. Die Babies. Voll der Flausch. Einen Schildnöck und seine wunderbare Mutter gab es übrigens auch. Wo wir gerade bei Flausch sind. Nach und nach (mit einigen kleinen Rückschlägen) fühlten sich die wirklich vielen Menschen im Laufe des Tages immer weniger fremd und auch ein bisschen weniger viel an. Allerdings bin ich ziemlich sicher, dass auf dieser Konferenz genug Worte für das gesamte nächste Jahr gewechselt wurden. Also, fast. Auf jeden Fall aber unglaublich viele. Ich möchte am liebsten ganz lange gar nichts mehr sagen und nur ein bisschen schreiben. Leise. Weil: Viel war das schon. Aber auch sehr inspirierend. Schon komisch, oder?

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A Krake savend my Vortrag

Ach, und der Wikingergatte mitsamt meinen zwei Großkindern hat mich auch noch besucht. Yeah! Wir haben besagte Rock-Dino-Band gehört, gesehen und ganz viele leckere Croissants gegessen. Und dann haben sie sich verabschiedet, weil sie ja noch „echte Dinos“ kucken wollten. Im Naturhistorischen Museum. Ähm, Naturhysterischen Museum, wie der Großwikinger sich ganz sicher ist.  Und am Ende waren wir alle irgendwann zu Hause. Also im Ferienwohung-Zuhause. Und irgendwie dachte ich mir, jetzt, nach einem so vollen und anstrengenden Tag, würden wir alle sehr sehr müde ins Bett fallen und bis morgen früh durchschlafen. Min-des-tens. (Wie es den vielen anderen Bloggern auf der Blogfamilia erging findet Ihr übrigens hier!)

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Kekse!!!!

Wie es wirklich war? Der Großwikinger ist auf dem Sofa eingeschlafen. Der Mittelwikinger neben mir und dem Kleinwikinger. Wobei letzterer sehr warm war und sehr lange gebraucht hat. Und dann wollte ich zum Wikingergatten und die wenigen Minuten ohne Kinder genießen (okay, und noch ungefähr eine Packung Kekse zu essen…). Aber ratet. Genau. Der schlief auch schon. Tjanun. Ich bin ja besonders klug, deswegen habe ich in Vorbereitung auf die Kinderfrei-Minuten noch eine halbe Flasche Cola getrunken. Deswegen war ich eben noch ein bisschen wach. Immerhin hab ich in der Zeit aus dem Gatten herausbekommen, dass er sich ganz elend fühlt. Hm. Wir wechseln mal zum Sonntag, oder?!

Sonntag, 06.05.2018

…aber es nutzt alles nix: Das Baby wacht im Stundentakt auf und ist arg traurig und warm, der Gatte leidet auch. Schlafen geht anders. Gegen halb sechs hat das Baby genug vom Bett aber nicht von mir und weint eine ganze Weile sehr erbärmlich. Erst nach anderthalb Stunden trauriger Bohne bekomme ich sie wieder in den Schlaf gestillt (bei Fieber ist Stillen so ein dermaßenes Glück!) und bin so erschöpft, dass ich mich einfach dazu lege, statt zu packen. Was ich definitiv eigentlich hätte tun sollen. Ich träume von Bloggern und Sprechblasen und wache etwas verwirrt aber deutlich weniger müde gegen neun wieder auf. Jetzt aber hurtig!

Kinder einpacken, eine des nächtens zu Bruch gegangene Vase bei den Vermietern beichten, Aufräumen, sauber machen, drölf Dinge vergessen, los. Das Baby glüht inzwischen so, dass ich bei Familie Nooborn noch um ein Zäpfchen betteln muss. Aber Zesyra und Familie retten mich, wie immer und das Böhnchen wird für die Fahrt fit gemacht. Der Gatte ist gar nicht fit und deswegen fahre ich zurück. Habe ich erwähnt, dass unser Auto ein Schrotthaufen ist, der eigentlich eher an das Auto der Feuersteins erinnert, denn an ein fahrtüchtiges Beförderungsmittel? Naja. Autobahn geht, da muss eins nicht viel können. Der Gatte leidet, Das Baby weint, die Großen streiten- Huuuuuurtz! Nach dreieinhalb Stunden sind wir endlich zu Hause.

Meine Mutter ist ein Engel und hat uns den Kühlschrank noch ein bisschen bestückt. So können wir a) Essen und dann b) die Kranklinge ein bisschen pflegen. Der größte Kranke schläft einfach bis sieben durch, der Jüngste schläft und hält sich tapfer. Sogar als wir nochmal die Großkinder lüften müssen. Aber ich schätze, sogar der Speckbohne wurde mulmig, als seine großen Geschwister aufgrund des Bewegungsmangels fast explodiert sind. Da ist eine Stunde Spielplatz wirklich die bessere Alternative.

Wochenende in Worten feat. Blogfamilia

Abendessen war irgendwie auch noch drin, ganz viel Wäsche, die ich nicht gemacht habe und Tee, den der kranke Gatte sich auch noch selber kochen musste, weil wir nicht da waren. Ach, und die wunderbaren Ferienwohnung-Vermieter, die uns ein Päckchen mit den drölfzig vergessenen Sachen schicken werden. Falls Ihr je eine Unterkunft nahe Berlin sucht-… Just ask me!

Was bleibt?

Das Bedürfnis, dem Blogfamilia-Team tausend Mal danke zu sagen, weil es eine tolle Veranstaltung war.

Der Wunsch, Familie Nooborn zu herzen, weil sie so unglaublich wunderbar sind.

Und ganz ganz viele Menschen, die ich gut fand und das OBWOHL ICH MENSCHEN NICHT MAG.

What a Weekend.

Ach, und bevor ich es vergesse: Küsst die Kinder! Mit Fieber, ohne Fieber, schon gebadet oder noch voller Sonnendraußensommerstaub. Küssen, ganz intensiv Küssen. Ich glaub, nur dazu sind wir Eltern da.

Eure Julia

Ps.: Der Herr Buddenbohm hat (im Übertragenen Sinne) gesagt (ich lerne ja nie aus!): „Wenn Ihr Dinge auf Eurem Blog tut, und dann einfach nochmal. Und nochmal. Dann hört auf zu sagen, Euch fällt nix Neues ein. Nennt es „Format“ und schon seid Ihr echt innovativ!“ Was meint Ihr, wenn ich ab und zu ein Wochenende in Worten schreibe, weil mir die Bilder fürs Wochenende in Bildern fehlen- geht das als Format durch? 🙂

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