Weihnachten: Heiligabend-Hygge-Hype das erste Türchen

Weihnachten: Heiligabend-Hygge-Hype

Ähm, nicht dass wir uns falsch verstehen: Ich mag Weihnachten. Ich mag auch die Weihnachtszeit. Und wenn ich besonders gute Nerven oder viel Glühwein intus habe, dann mag ich auch Backen mit Kindern. Das ist tatsächlich spaßig. So insgesamt liebe ich meine Kinder ja auch über die Maßen und freue mich über alles, worüber sie sich freuen. Aber wir sind ehrlich miteinander: Mit dem, was Werbung und Instagram (ja, steinigt mich halt, aber isso) uns da teilweise suggerieren hat das NÜSCHT zu tun. Warum? Verrate ich Euch. Aber erst muss ich etwas klar stellen: Heute gibt es das erste Türchen. Das spürt eins meinen Weihnachtsflow noch nicht so ganz. Aber im zweiten Türchen, da hab ich die ganze Weihnachtsliebe untergebracht, ich schwör`s!!!

Zurück zu Weihnachten: Das ist schon eine coole Zeit. Ab dem 1.12. um genau zu sein. Also, wenn die Kinder den Sinn von Adventskalendern zum Beispiel entweder schon sehr gut oder noch gar nicht begriffen haben. Wenn sie es nämlich geschnallt haben, dann freuen sie sich jeden Morgen auf ein Stück Schokolade, eine kleine Geschichte oder eine andere Kleinigkeit. Das setzt selbstverständlich voraus, dass jemensch vorher daran gedacht hat, so ein Teil zu besorgen. Ach und, dass es wirklich nur eine*r getan hat, denn sonst packt so ein heißgeliebtes erstes und noch-Einzel-Kind schnell drei Kalender am Tag aus, ist mit jedem weiteren Tag dem Geschenke-Meltdown  näher und rastet an Weihnachten völlig aus. Oder eben dannach, wenn der Geschenkeregen verzogen ist.

Puff!

Weihnachten: Heiligabend-Hygge-Hype
Aus so ne Kleinigkeit: Eis

Aber zurück zum Kalender für Kinder, die es noch nicht schnallen: Die freuen sich einfach einmal am Tag. Wundern sich vielleicht ein bisschen über den Kleinigkeiten-Segen. Aber im Ernst: Das ist das Alter bis anderthalb- in dieser Zeit haben die Kinder ohnehin das Gefühl, jede Rosine ist ein Geschenk des Himmels. Da macht es auch besonders viel Spaß, das Kleinigkeitenschenken. Alle freuen sich nen Ast und zehn Minuten später ist alles vergessen. Deswegen freuen sich meine Kinder in dem Alter auch immer mehrfach: Beim ersten Auspacken, beim ersten nochmal-Auspacken, beim Wiederfinden vom Geschenkpapier, beim Wiederfinden des Geschenks… Ihr seht die Strategie dahinter, ne?! Ist ne tolle Zeit.

Dann hätten wir also die Zeit bis anderthalb und ab etwa zehn abgedeckt. Und dazwischen? Ähm. Leute. So ein dreijähriges Kind ist erstens scharf wie Nachbars Lumpi auf Schokolade und zweitens schon saugut im Diskutieren. Wenn das nicht funktioniert, können aber auch Dreijährige sich noch super auf den Boden schmeißen und ihrer Enttäuschung freien Lauf lassen. Gar kein Problem. Also, fürs Seelenleben aller Beteiligten und die Weihnachtsstimmung schon. Aber mein Verständnis hat das Kind: Erst monatelang nix mit dem Verweis auf „Bald ist Weihnachten, da gibt es so viele Geschenke und Naschi“ und dann gibt es- genau- EIN Stück Schoki. Oder MAL einen Keks. Weil „Ist ja Weihnachten, die Kinder bekommen doch eh schon so viel!“. Joah. Stimmt schon. Es ist eine Naschi- und Geschenkereiche Zeit. Aber aus Kindersicht darf es doch immer ein bisschen mehr sein, oder?!

Am Stück oder in Scheiben?

Weihnachten: Heiligabend-Hygge-Hype
Bitte besinnen Sie sich … JETZT!

Wer mir jetzt übrigens erzählen will, dass Kinder durch die (von oben auferlegte) Mäßigung und den Verzicht auch viel lernen: Jo. Irgendwann vielleicht. Aber ich zum Beispiel kann das heute noch nicht vernünftig und musste letztes Jahr den Adventskalender der Kinder mehrfach „neu“ befüllen *hust*. Und zweitens: Wenn die Kinder dann hübsch gelernt haben, dass es jeden Tag ein Stück Schokolade oder eine andere Kleinigkeit gibt ist -Überraschung!- Weihnachten vorbei und es gibt gar nix mehr. Kalter Entzug sozusagen. Aber vorher noch schön die Überdosis ALLES unterm Weihnachtsbaum. Jetzt mal im Ernst: Welcher Erwachsene übersteht das völlig entspannt? Eben. Deswegen habe ich großes Verständnis für die Knirpse und keines für die Werbung.

Glänzende Kinderaugen? Freunde der Nacht, das ist richtig schwierig! Die glänzen sauoft vor Enttäuschung und Wut, ehe eins als Elternteil da so nen Volltreffer unterm Weihnachtsbaum landet! Logisch je kleiner die Kinder, desto einfach ist es, da Freude zu generieren. Aber so Coca-Cola mäßig drei Kinder die vor Freude um den Baum tanzen? Puh, das ist harte Arbeit und klappt gar nicht immer. Erst recht nicht, wenn wir Erwachsenen es erwarten. Das ist auch so ein Egoismus: Die Erwachsenen schenken und die Kinder müssen sich freuen. Ekstatisch bitte.

Sofort!

Weihnachten: Heiligabend-Hygge-Hype
Könnt Ihr es glitzern spüren?!

So geht das doch nicht. Also, hey, das kann ja nicht mal ich. Überhaupt bin ich eine leise-Freuerin und habe nicht jedes Mal den totalen Gefühlsausbruch bei jedem paar Socken. Ist halt so. Aber die Kinder sollen für entfernt bekannte Verwandte vom Aaaaimer der Welt ausflippen, nech?!

Das klingt jetzt alles ganz gemein und fies und als wollte ich Euch Weihnachten madig machen. Will ich aber nicht die Bohne, glaubt mir. Ich mag es ja. Und dieses Jahr sogar mit Glitzer. Weil- WEIl eben! Es wird früh dunkel, da müssen viele Lichter leuchten! Da wird es gemütlich und kuschelig, weil endlich wieder eine*r die guten Bienenwachskerzen rausholt. Und nur hundertmal anzünden-auspusten-anzünden-auspusten und drei Rauchmelderalarmausbrüche später, könne die Eltern auch auf dem Sofa nen Glühwein trinken. Und im Ernst: Ich mag das wirklich! Aber eben DAS und nicht das, was uns manchmal so unter dem Motto „This is Christmas“ vergespielt wird. Unser Weihnachten ist bunt. Manchmal laut. Meistens chaotisch.

Und immer: Wunder-wunder-schön.

Nämlich. Und weil das so ist, braucht es auch ein paar mehr Worte dazu, als mir hier noch bleiben. Darum gibt es den weitaus freundlicheren und weniger grinchigen Teil zum Thema Heiligabend-Hygge… im zweiten Türchen. Watch out!!! Überhaupt: Bis es soweit ist rate ich Euch: Küsst die Kinder. Lang und ausdauernd. egal zu welcher Jahreszeit. Das geht immer!

Eure Julia

Ps.: für die Auflösung des Titelbildes müsst Ihr leider auf Teil zwei warten. Aber ich hoffe inständig, es gibt bis dahin keine Albträume. Es ist nichts Schlimmes, ich verspreche es!

 

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.