Heute habe ich leider keinen Text für Euch

Heute habe ich leider keinen Text für Euch

Ihr Lieben, mein ganz persönlicher Bloggerinnen-Plan sagt ja, dass ich Euch mindestens einmal wöchentlich mit einem Text beglücken will. Ob Ihr den dann lesen wollt, ist selbstverständlich Eure Sache, aber bereitstellen würde ich den schon gern. Und zu Anfang der Bloggerei ging das auch ziemlich problemlos. Ganz zu Beginn startete ich sogar mit zwei Texten die Woche. What a Pensum! Denke ich mir jetzt. Wo ich den einen pro Woche kaum schaffe. Wie das kommt? Das erzähle ich Euch kurz. Denn diese Woche habe ich leider keinen Text (wie sonst üblich) für Euch.

Natürlich ist es eigentlich Quatsch, einen Text darüber zu schreiben, warum ich keinen Text schreiben kann. Aber ein bisschen ist es auch ein Blick hinter die Kulissen und da findet Ihr bei mir- wie fast immer- irgendwas mit Kindern und Chaos. Und das wiederum ist ja ein ziemlich häufiges Thema in meinen Beiträgen. Um nicht zu sagen eine Art roter Faden. Was also ist passiert, dass dieser rote Faden plötzlich Texte verhindert?

Zwei pro Woche? Easy!

https://mama-juja.de/ueber-kinder/gibt-es-ein-leben-nach-dem-mittagsschlaf/
Da schäft es noch…

Dachte ich zumindest. Denn zu Beginn der Bloggerei habe ich deutlich mehr geschafft. Da hatte ich zwei Kinder, eines den halben Tag in der Tagespflege und war irgendwie im Flow. Da hatte ich die Wahl zwischen einer weiteren fremdsprache und Bloggen. Und habe mich für Letzteres entschieden. Das hat super geklappt, denn wenn ich den Haushalt einfach habe liegen lassen, während das Einjährige schlief, kam ich locker und fluffig auf zwei bis vier (!!!) Texte die Woche. Cool, wa?! Tjanun. Der erste Einbruch kam mit Ende des butterkekslichen Mittagsschlafes. Nicht nur, dass die Tage insgesamt schwieriger wurden (ist halt lang so ein Tag. Auch und gerade für ein Kind). Neeein. Mir fehlte schlicht auch die Gelegenheit zum Schreiben. Also gerade so noch zwei Texte die Woche geschafft.

Und dann? Dann wurde ich ja ziemlich fix wieder schwanger. Erinnert Ihr Euch an diese bleierne Müdigkeit aufgrund der Hormonumstellung? Diese dauernde Übelkeit und das Bedürfnis, den Rest der Schwangerschaft in einem kühlen, dunkeln Zimmer zu verbringen? Ähm. Ich schon. Und da war es dann unumgänglich: Ein Text pro Woche. Allerdings entspannt und immer mit Luft nach oben. Der Butterkeks ist nämlich zwar den ganzen Tag zu Hause bei mir, aber er wird auch immer größer und verständiger. Und ab und zu konnte ich so auch tagsüber ein paar Zeilen tippen. Sonst war ich aufs Wochenende und den Gatten angewiesen. Aber auch das ging ganz gut. Ohne Stress.

Okay, einer. Entspannt.

Und dann kam die Speckbohne, das Wochenbett und eine tolle Zeit voll großartiger Gastbeiträge. Von allen möglichen lieben Menschen. Thematisch passend. Aber auch mal nerdige Themen aufgreifend. Und ehrlich ging es auch bei  meinen Gastbeiträger*innen zu. Tjanun. Schön war`s, Ihr Lieben! Bloß als ich dann wieder selbst was schreiben sollte, merkte ich… äh… oha! Drei Kinder und regelmäßiges Schreiben- das ist nicht ohne. Zumindest dann, wenn eins auch noch auf (annähernd) ausreichend Schlaf wert legt. Und frei geräumte Laufwege alle paar Tage. Und ich spreche hier wirklich nur von den Laufwegen. Davon, dass seit Monaten 40 leere Flaschen in einem riesigen Karton darauf warten, mit Met befüllt zu werden, sag ich nix. Schon gar nicht davon, dass dieser Karton mitten in der Küche steht.

https://mama-juja.de/ueber-kinder/gibt-es-ein-leben-nach-dem-mittagsschlaf/
Met!

Das ist aber insofern okay, als dass wir das so nicht vergessen mit dem Abfüllen des Met. Weil ich mich an das Metfass im Bad, dessentwegen eins die Türe ins Badezimmer nicht mehr gänzlich öffnen kann, fast gewöhnt habe. Übrigens auch daran, dass meine Speisekammer und alle darin lagernden Lebensmittel bis etwa Winter nicht mehr zur Verfügung stehen. Stattdessen stehen da nämlich Türme von Bienenbeuten (Bienenhäuser in Einzelteilen quasi), die im Keller keinen Platz mehr finden und warten auf ihren Einsatz. Zusammen mit den zwei Kubikmetern Holz, das wir zum Bau von Bienenbeutenböden verwenden wollen. Oft bauen wir die nicht, weil ich dann hinter den übrigen Beuten die drei Kilometer Draht rausfummeln

muss, die wir für die BienenbeutenDRAHTgitterböden brauchen. Aber gestern Nacht zum Beispiel, da hat der Bienenbändiger zwei Stück gezaubert.

Das, was dabei am längsten gedauert hat, war das Ausgraben des nötigen Werkzeuges, das sich auch in der Speisekammer (okay, ich merke es. Soll ich ab sofort „Allzweckkammer“ schreiben? Passt schon besser, Ihr habt ja Recht.) befindet. Hinter  den Beuten. Und den Pfandflaschen. Und dem Wachseimer, in dem derzeit eine dünne Schicht Wachs in einer fetten Schicht Honigwasser aushärtet. Ähm. Ja. Wäh. Und Puh. Und- dass das überhaupt geklappt hat, war der Hammer. Aber Ihr merkt schon, gebloggt hab ich die ganze Aufzählung lang noch nicht.

Hilfe! Wenigstens einen? Bitte?

Das liegt aber mitunter daran, dass ich, entgegen meinem Wunsch, immer erstmal die chaotische Bude aufräumen muss, wenn ich Luft und Zeit habe. Warum? Aaaaalso. Es hat ja schon deutlich vorher angefangen, aber ich nehme einfach mal meinen Unfall vor wenigen Wochen als exemplarisches Beispiel heran und sage Euch: Es gibt einen Grund, warum wir tagein tagaus so viel Zeug in unserem Auto durch die Gegend gefahren haben. Der ist mir aber erst bewusst geworden, als unser liebes Fahrzeug sich nicht ganz freiwillig von uns verabschiedet hat. Der Grund? Ach, ja. Der Grund ist, dass unsere Wohnung einfach schon voll ist. Und Dinge, die wir in regelmäßigen Abständen unterwegs brauchen („regelmäßig“ ist auch einmal im Jahr wiederkehrend!), bleiben einfach gleich im Auto. Ein fahrbarer Lagerplatz also. FürImkeranzüge (drei Stück), Imkerzubehör (zwei Eimer), ein bis zwei Beuten inklusive Deckel (braucht eins als Imker immer), Decken (falls, äh, falls!), Spielzeug (auch falls!), Werkzeug (passte nicht mehr in die Allzweckkammer) und, ach. Eben Dinge! Und ratet, wo all diese Dinge jetzt sind? Inklusive dreier riesiger Kindersitze? UND der Sommerreifen fürs Übergansauto? GENAU. In unserem ohnehin völlig überfüllen Fuchsbau.

Heute habe ich leider keinen Text für Euch
Ohne Worte

Ich bin tageweise so genervt von diesem Chaos, dass ich am liebsten alles in die Tonne kloppen würde. Denn so komme ich nicht nur nicht zum Schreiben. Nö, ich fühle mich auch einfach nicht wohl in so einer Bumsbude. Ergo arbeite ich an der Eindämmung des Chaos. Denn dass ich nicht für immer meine Schuhe hinter Reifenfelgen rausfummeln muss, das weiß ich ja. Alles nur temporär. Dass auch die Küche nicht für immer und ewig von Honig komplett kleben wird (allein weil ich drei Mal am Tag versuche das weg zu wischen) und dass eines Tages auch das ganze Wachs geschmolzen, geklärt und verräumt sein wird, das weiß ich auch.

ABER ES HILFT NICHT BEIM BLOGGEN!!!!!

Tja und da eben auch noch der Butterkeks aus dem Magen-Darm geplagten Schlaf der Gerechten erwacht ist, werde ich flugs das dritte Mal in zwei Tagen das komplette Familienbett frisch beziehen. Weil ich es immerhin geschafft habe, die Bettlaken bereits zu waschen und zu trockenen. Olé! So wie ich Sonntag Mittag den Kauf des Übergangsautos damit gefeiert habe, dass ich das Erbrochene des Erstgeborenen aus dem Auto geschrubbt habe. Ich hab ja sonst nix zu tun, ne Murphy?! Und das mit dem Schreiben, das mache ich dann einfach, wenn wir mal wieder kein Auto aber dafür Läuse haben. Ich muss schließlich positiv bleiben! Ah, und in den Schrebergarten muss ich auch noch mit dem kotzenden Kind. Das wird ne Freude. Macht nix.

Ich küsse die Kinder trotzdem alle und Grüße Euch aus dem Chaos. Seid mir nicht böse, wenn die Texte manchmal ins Stocken geraten, ich arbeite dran! Ähm, wenn Ihr vielleicht so lange Eure Kinder küssen könntet? Ja? Prima! Bis nächste Woche!

Eure Julia

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