Dreaming of a Wikinger Christmas

Dreaming of a Wikinger Christmas

Es ist ja kaum zu glauben, aber vor ziemlich genau einem Jahr zog ich das erste Mal ein Blogger-Fazit aus dem vergangenen Weihnachten. Bloß gut, dass ich das alles aufgeschrieben habe. Hätte ich es nicht, ich würde nicht glauben, wie viel sich verändert hat, in so einem läppischen Jahr. Abgesehen von einem Kind mehr, meine ich…

Aber was ist anders? Außer der Wikingerbohne, versteht sich. Die ist sieben Kilo „anders“ und großartig. Aber sonst? Weihnachte ist immer noch „ganz nett“. Okay, vielleicht ein klitzekleines bisschen mehr. Ooookay vielleicht habe ich vehement auf einen Weihnachtsbaum bestanden. Und bei der Ankündigung der Großeltern, nächstes Jahr bei uns feiern zu wollen innerlich beschlossen, dann eine drei-Meter-Tanne im Wohnzimmer zu platzieren KOSTE ES WAS ES WOLLE! Aber naja, „ganz okay“ trifft es doch gut, oder?

Oh Tannen… äh… Wald?!

Dreaming of a Wikinger Christmas
Weihnachtsmarkt war auch dabei, dieses Jahr!

Ehrenhalber: Es bleibt ein Fest, bei dem Befindlichkeiten aufeinander prallen, Diplomatie vonnöten ist und jeder so ein bisschen auch den eigenen Hau feiert. Wie wenig Einfluss wir aber letzten Endes auf die ganze Geschichte haben, beweist wieder einmal der Butterkeks, seines Zeichens Unruhestifter dieser Familie und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Denn wenn es mir beim ersten Kind schon gründlich misslungen ist, ihn völlig frei von Weihnachtsmann-Gedanken seine eigene Phantasie in Bezug auf die Herkunft einiger Geschenke spielen zu lassen- beim Butterkeks wollte ich es besser machen. Ganz bestimmt. Mich völlig raushalten. Schließlich machen Kinderköpfe das Zauberhafte an Weihnachten von ganz alleine, da braucht es keine langweiligen Geschichten von dicken Männern in roter Kleidung, oder? ODER?

Tjanun.

Dreaming of a Wikinger Christmas
Kein „Ho Ho“, aber fast.

Mitte November begann der Butterkeks dann, weihnachtliche Melodien zu summen. Und von einem ominösen „Ho Ho“ zu erzählen, der angeblich dieselben (roten flauschigen) Fäustlinge habe, wie er. Und dieser „Ho Ho“ habe, wie ich herausfand, „Seeenke“ dabei. Aha. Sehr aufschlussreich. Aber wo zur Hölle hat dieses Kind das her? Ich schwöre: Hier laufen Mitte November keine Weihnachtslieder.  Schließlich hatte ich Anfang November Kind 3.0 entbunden und mir war zwar übelst flauschig aber ganz ganz bestimmt nicht weihnachtlich! Hier liefen auch keine Weihnachtsfilme. Ich sagte ja bereits: Ich finde Weihnachten eh nur „ganz okay“, woher also sollte das Kind, das Mitte November Geburtstag hat und ein Tablet mit (u.a. Videos für Kinder unter drei) zum Geburtstag bekam…

Oh.

Spätestens als das Kind voller Enthusiasmus Ende November den ersten „Ssssneemannt“ (Synonym für Weihnachts- UND Schneemann- wie effizient!) mittels Kauleiste unbezahlt mitten im Aldi enthauptete, war die Schlacht geschlagen. Also ich war geschlagen. Und die Schlacht entschieden- ach, Ihr wisst, was ich meine. Tatsächlich hat dieses Kind sich klammheimlich der hier im Norden Deutschlands üblichen Geschichte zum Thema Weihnachten bemächtigt. Ssssneemannt kommt, bringt Sssssenke in seiner Tassse und denn is Weihnachten, nech?!

Und als die Schwägerin dann ganz vorsichtig fragte, wie wir das denn dieses Jahr mit Weihnachten handhaben wollen…  Tja, da konnte ich voller Enthusiasmus vermelden: Kind 2 hat sich den Weihnachtsmann selbst beigebracht und Kind 1 ist nachhaltig beeindruckt von der vorbeihuschenden Gestalt, die er im Vorjahr zu sehen glaubte. Keine Spoiler-Gefahr von dieser Seite für die Cousine. Obwohl ich dem ein oder anderen in der Familie mit Sicherheit wie Madame Grinch persönlich vorgekommen sein muss, gegen Weihnachten und den Butterkeks hatte ich keine Chance.

Wochen-Weihnachts-Bett

Dreaming of a Wikinger Christmas
On the Road to Happiness. Dank Bildquelle Pixabay.

Und es kann schon sein, dass es an den Hormonen des Wochenbetts liegt, aber eigentlich war das dieses Jahr doch wirklich nett. Es gab keine übermäßigen Tränen, es gab dagegen einiges an Freude. Es gab viele Geschenke, aber ich hatte nicht das Gefühl sinnloser Materialschlachten. Und das Allerallerbeste: Trotz der nunmehr drei Kinder, die mein Wikingermann und ich haben, sitze ich hier und blogge über Weihnachten. Weil ich das gern tue. Weil ich schreiben mag. Und weil ich einfach sicher war: Nachdem ich heute schon in der Badewanne (!!!) war, habe ich bestimmt Superkräfte!

Wie war Euer Weihnachten? Habt Ihr auch Geschenke, die erst im Februar ankommen und festgestellt, dass das Ersatzgeschenk vermutlich eh das Bessere war? für drei Euro aus dem Second Hand? Tjanun. Ich habe etwas, das immer glücklich macht: Küsst die Kinder!

Eure Julia

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