Attachment Parenting… my ass.

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Bevor sich jetzt ein bekennender Attachment Parenter auf die Füße getreten fühlt: Warte ab, früher oder später trete ich auch noch in alle anderen mehr oder minder alternativen „Erziehungs“-Richtungen. Aber nicht böse gemeint. Sondern eher frustriert. Und nicht persönlich gemeint. Sondern einfach ratlos. Attachment Parenting muss hier für eine ganze Reihe Phänomene herhalten. Eigentlich ist es ungerechter Weise Synonym für jede statische Methode des Umgangs mit Kindern, die sich an ihren eigenen Leitsätzen statt an den Kindern orientiert.

Wer jetzt tatsächlich „weiterlesen“ gedrückt hat, den kann ich beruhigen. Ich würde mich selbst ganz eindeutig in Richtung AP und -nennen wir es, ähm-  „Alternativ“ einordnen. Ich finde es großartig, dass der Gedanke von Bindung und Beziehung zum Kind sich langsam aber sicher durchsetzt. Gerade in den ersten Monaten mit dem Großwikinger haben mir bekennende AP Blogs wie der von Susanne Mierau viele gute Denkansätze geliefert und mehr als einmal den Tag gerettet. Dem damals kleinen Großwikinger auch. Gerade bei so sensiblen Themen wie Schlaf hat mir die Tatsache, dass es für mein Gefühl-wie-es-eigentlich-sein-sollte einen echten Namen inklusive Studien, Experten und allem Pipapo gibt, sehr geholfen. Mich durchzusetzen gegen Bekannte und ungefragte Ratschläger, die eben ein ganz anderes wie-es-bei-euch-laufen-sollte-Gefühl hatten.

Wie komme ich dann zu dieser fiesen Überschrift?

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Ein Sturm der Entrüstung.

Weil ich es mir jeden verfluchten Tag zehnmal denke. Und zwar gar nicht so sehr, während ich vor mich hin parente. Sondern im Gespräch mit anderen Eltern. Oder besser: Müttern. Die Väter reden nicht so viel mit mir (okay, ich rede viel. Das reicht eigentlich). Denn neben allem, was AP ist, ist es eines NICHT: Ein verdammter Wettbewerb! Ja, meine Wortwahl ist unflätig. Ja, man müsste das jetzt nicht über die bindungsorientierte Theorie vom Kinderhaben abwickeln. Aber erstens bin ich beim Gedanken an diesen Wettberwebswahnsinn auch wirklich unflätig und zweitens kann man hier nahezu jede Idee von Erziehung (oder Unerzogenheit) nehmen, die Überschrift abändern und man hätte die gleiche Situation wieder.

Warum ich mit den Augen rolle, wenn die dritte Spielplatzmutti in Folge anhand des Wollwalkanzuges meines Kindes unaufgefordert ihre Lebensgeschichte erzählt und warum jede Form von Erziehung Gewalt ist?  Nicht weil sie per se Unrecht hat, sondern weil sie es mir erzählt, um zu zeigen wie recht sie hat. Und am Wollwalkanzug erkennt, dass ich geeignetes Publikum sein könnte. Jetzt weiß die halt nicht, dass ich tendenziell zwar auch gerne lieber ein „Unerzogen-Attachment-Waldorf-Montessori-Juul-Guru“ wäre, aber eher ein „ist-das-praktikabel-und-macht-es-uns-glücklich-Enfant-Terrible“ bin. Merkt sie vielleicht auch nie. Denn: Was soll ich groß sagen, wenn ich beispielweise eine gratis Lehrstunde in Sachen Frühförderung nach Rudolf Steiner bekomme? „Nett gemeint, ist mir aber zu Nazi“? Wo ich doch eigentlich aus dem Stand gar nicht so genau sagen kann, warum ich es doof finde, dass Kinder von Dingen fern gehalten werden, die es zu Steiners Zeiten noch gar nicht gab. Und deswegen die Gedanken zum Thema Schutz der kindlichen Seele eben nicht eins zu eins auf Computer und Plastikspielzeug übertragen werden können. Und ich überhaupt dachte, so früh fängt Waldorf eigentlich gar nicht an? Nee.

Sowas schreibe ich vielleicht hier, aber ich mag es nicht sagen.

Ein bisschen, weil mir dazu der Arsch in der Hose fehlt. Aber auch ein bisschen, weil ich denke, dass diese Mütter, über die ich da herziehe sich wenigstens Gedanken machen. Und DAS ist es ja eigentlich, was zählt. Nicht so sehr, in welche theoretische Richtung die Gedanken zu unseren Kindern wandern. Sondern, dass sie wandern. Und dass sie immer beim Kind ankommen. Und nicht sich im Kreis einer tollen, sich selbst in den Schwanz beißenden Methode drehen.

Also, nachdem ich jetzt so vielen Leuten auf den Zehen rumgetrampelt bin, kann ich es zugeben: Ich finde jeden von Euch großartig, der innerhalb seiner Überzeugungen und seines Bemühens um die Kinder sein Leben mit ihnen gestaltet. Gerne backe ich euren Kindern zuckerfreie vegane Kekse zu Weihnachten, wenn ihr damit lebt, dass mein kleiner Butterkeks noch vor Vollendung des ersten Lebensjahres die verbotene Frucht* (*Kakao) kostete. Denn die Idee, dass Kinder Zucker schlicht und einfach nicht zum Glücklichsein brauchen, die teilen wir. Die Praxis gestalten wir unterschiedlich. Die Richtung ist dieselbe: Was macht mein Kind glücklich?

Okay, Attachment Parenting kann nix dafür. Es sind die Parenter.

Aber in dem Moment, in dem aus dem Leben mit Kindern ein Portfolio wird, das anderen Eltern unter die Nase gehalten wird, bin ich raus. Dann finde ich Euch doof. Und ich habe ein fieses Hobby: Ich beobachte und sammle Beweise gegen Euch. Ich sehe ganz genau, dass die Waldorfwalktante ihrer Tochter heimlich einen Glitzerstift zusteckt, ich notiere, wie die Unerzogenhippiemutter ihren Sohn ganz unpädagogisch anblökt, er soll jetzt aber mal zackig antraben und ich mach ein Photo davon, wie die bindungsorientierte Attachmentmutter sich heimlich still und leise aus dem Familienbett schlecht, um auf dem Sofa endlich mal wieder so richtig, ernsthaft und tief zu schlafen.
Nichts davon würde mich auch nur das kleinste bisschen stören- schließlich lebt die Regel immer von der Ausnahme und das Elternsein davon, sich nicht zu verrennen, sondern auch mal die Richtung zugunsten eines Kinderlächelns zu wechseln. Sofern mein Gegenüber eben nicht damit anfängt verbal Flyer zu seiner Erziehungsmethode zu verteilen. An mich.

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Wir bauen uns ein Floß und schippern davon. Bevor es Ärger gibt…!

Ich bin aber nicht nur fies, ich bin auch oft nur verunsichert.

Weil manche Menschen nachdrücklich so tun, als wüssten sie, was sie tun. Und obwohl ich diese Botschaft (mal absichtlich und mal unbewusst) auch aussende, weiß ich eben, dass es bei mir nicht so ist. Ich weiß, dass ich mir wünsche, meine Kinder nicht zu erziehen, sondern zu begleiten. Und ich bemühe mich auch. Aber ich weiß nicht, ob das meine Wikinger am Ende des Tages zu glücklichen Kindern macht. Ich weiß nicht, ob das klappt, was ich da tue. Ganz sicher bin ich mir, dass meine Lösung nie eine ist, die man sich patentieren und anderen Eltern für teuer Geld verkaufen könnte. Aber ob das heißt, dass ich Nachhilfe von Anhängern einer bestimmten Erziehungsidee brauche? Muss man die Frau Mal-kucken-was-klappt unbedingt zwingen, sich genau dieses eine Allheilmittelerziehungskonzept von Spielplatzmutti XY ganzganz genau anzusehen?

Es ist ein ganz schmaler Grat, von dem ich hier spreche, aber ich finde den Unterschied wichtig. Was das Leben mit Kindern anbelangt kann doch jeder ganz nah bei sich selbst bleiben. Sich und seine Ideen mit Hilfe seiner heißgeliebten Kinder immer wieder aufs Neue testen und strapazieren. Denkanstöße aufnehmen und verwerfen, ein bisschen über den Tellerrand linsen und am Schluß die schlafenden Kinder bewundern. Man kann doch anderen Eltern begegnen, als wären sie ganz normale Menschen und nicht, was wären sie potenzielle Käufer der Ware „Meine Erziehung in zehn einfachen Schritten“.

 

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Keine Wachsmaler. Auch nicht ÖkoWaldorf. Aber schön!

Vorausgesetzt man will das, selbstverständlich.

Muss man ja gar nicht. Man kann auch einfach nur Applaus dafür wollen, dass man Öko-Waldorf-Wachsmaler gekauft hat. Manchmal geht mir das auch so. Aber ich habe Glück: Ich habe Menschen an meiner Seite, die ganz anderer Auffassung sind als ich, die ganz andere Ansätze fahren als ich und mir trotzdem manchmal auf die Schulter klopfen und sagen „Gut gemacht, Frollein.“ Okay, ich habe auch nahe Verwandte, die dann sagen „Oh, die sind aber teuer, hier, steck den Fünfer ein, ich beteilige mich!“. Aber das ist eine andere Geschichte, die erzähle ich ein anderes Mal…

Bis dahin: *Schulterklopfen* „Gut gemacht, Ihr Frolleins und Herr Papas!“ *lächelnd ab*

 

Eure Julia

 

 

 

 

 

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22 Kommentare

  1. Ganz genau das!!!!!!! So wahre, so gute Worte, die ich sofort 100% unterschreibe.
    Oft denke ich auch, wenn man mit seinem (nicht)Erziehungsstil erst noch angeben muss, läuft irgendwas schief. Dann kommt es auch mir wie ein Wettbewerb vor. Und ich muss gestehen, dass ich schon gedacht habe, dass nur weil Eltern bestimmte Dinge machen wie als Beispiel Familienbett, Tragen, sie nicht automatisch bessere und nettere Menschen sind. 😉

  2. Vorab, ich finde deinen Blog sehr erfrischend und vor allen Dingen authentisch. Oh, wie ich das alles kenne!
    Zu meiner Zeit gab es noch nicht AP, Unerzogen usw.
    Diskutiert wurde Summerhill, die aus dem Boden sprießenden Kinderläden, Anfänge der freien Schule und Waldorf. Ach ja, und dann gab es noch die emanzipatorische Schiene. Ich kann mich noch erinnern wie andere Mütter mich erbost darauf aufmerksam machten, dass das von meinem Sohn (deinem Mann!) geliebte überdimensionale Wimmelbuch „Bei uns im Dorf“ von Ali Mitgutsch nicht dem aufkeimenden Gender Mainstreaming entsprach. Männer fuhren Traktor, waren Polizisten und Feuerwehrmann. Die Abbildungen von Frauen beschränkten sich auf „Frau am Herd“ und „Frau als Mutter“. Ob evtl. auch eine Krankenschwester abgebildet war kann ich heute nicht mehr sagen. Ich wurde aber nicht höflich darauf aufmerksam, ich wurde indoktriniert.
    Trotz lila Latzhose – eine Kühlschränkin befand sich dennoch nicht in unserer Küche.
    Gelandet bin ich letztendlich bei den Waldorfs. Was deinem Mann eine schöne, bis heute noch prägende Kindergartenzeit ermöglichte, erlaubte mir einen Blick hinter die Fassade. Und auch ich hatte begonnen zu beobachten.
    Viele Mütter kauften ihren Kindern noch vor 8.00 Uhr Süßigkeiten am Kiosk, die dann heimlich, noch vor dem „gesunden Frühstück“ im Kindergarten, verschlungen wurden. Dieselben Mütter bestanden dann aber demonstrativ vor den Augen der Erzieher darauf, dass sich der Mund ausgespült wird, wenn diesem ein Schimpfwort entfloh – Ahriman!?
    Du siehst, alles wiederholt sich. Der Eintrag meiner Tante Gerda in mein Poesiealbum lautete:

    Mook wat Du wullt, de Lüt snackt doch!

    In diesem Sinne
    Edelgard
    Und gib den Beiden einen dicken Kuss!

    1. Vielen Dank du Liebe! Vor allem auch für den Ein- und Rückblick in des Wikingers Kindheit. Tatsächlich war selbst gebackenes Brot aus dem WaldorfKiGa eines der ersten Dinge, die der Kerl mir so erzählt hat. Und lange Zeit auch eines der wenigen, die ich über ihn wusste- der mag besonderes Brot und macht was mit Computern. *g*
      Ob du nicht mal Lust auf einen Gastbeitrag hast?
      Tante Gerda hat nämlich recht. Sowas von! 😉

  3. Sehr cool geschrieben 🙂 Mach bitte weiter so! Ich finde es übrigens sehr lustig, dass du offenbar die „Ökos“ anziehst, ich frag mich immer, wo die denn bitte alle sind. Ich würde mich so freuen, mal ein paar zu treffen. Da, wo ich herkomme, bin ich voll öko, weil wir nicht alles total mainstream machen. Aber ist ja immer alles eine Frage der Vergleichsobjekte 🙂 den richtigen Ökos wär ich nämlich zu mainstream *g*

    Liebe Grüße, Frida

    1. Danke vielmals Du Gute! Ich platze gleich vor Stolz. 🙂
      Der Vollständigkeit halber: EIGENTLICH wohnen wir am Rand zu Assi-Hausen und der Spielplatz vor der Tür beherbergt fast so viele betrunkene alte Männer wie Kinder. Aber: Montag und Donnerstag ist Markt. Und da treffe ich sie tatsächlich. Die Ökomamas. Und das Mittelwegproblem macht mich auch irgendwann irre: Den „Normalos“ bin ich zu „öko“ und die „Ökos“ schlagen die Hände über dem Kopf zusammen über mich. Tjanun. Irgendwas is ja immer…!

  4. Das würde ich so gerne öfter lesen und hören, dass man zwar eine Erziehungsrichtung favorisiert, sich auseinandersetzt und Dinge ausprobiert, aber dabei nicht star an Konzepten hängen bleibt, die sowieso nie zu 100% passen können. Das man offen ist und genau hinsieht und hinspürt. Wie geht es mir, dem Kind,der Familie?
    Starre Sichtweisen sind nie gut, sondern hindern uns daran uns weiter zu entwickeln.
    LG, Britta (souverän erziehen und begleiten)

  5. Du schreibst tatsächlich genau das, was ich oft denke und auch schon versucht habe in Worte zu fassen (auch wenn das bei einigen falsch ankam…)

    Danke für den schönen und ehrlichen Text!

    Sonnige Grüße.

    1. Lieben Dank Dir! Ich hatte ehrlich gesagt ziemlich Muffensausen, dass ich für diesen Text ordentlich Ärger bekommen würde. Oder sich die ganz Falschen angesprochen fühlen werden. Bisher gabs zum Glück noch kein Mecker…

  6. Hey, ich will mich einfach den Mädels hier anschließen und sagen: Genau so!
    Du schreibst mir aus der Seele und auf so eine elegant verschwurbelte Art, dass es mir derbe vertraut vorkommt. Ich schau denn mal öfter vorbei…

    1. Liebe Annie, vielen Dank! Bald hat der Wikingergatte eine Lösung für den fehlenden „Folgen“-Knopf eine Lösung gefunden, dann wird es hoffentlich noch einfacher…! Danke für deinen Besuch und den Kommentar- die Schreiberseele schnurrt grade schwer 🙂

  7. Liebe Julia,

    wenn ich einen Text heiraten könnte, dann den!

    Danke für diese erfrischende Ehrlichkeit, die mir beweist, dass ich nicht allein im konfusen Enfant-Terrible Status bin.

    Liebe Grüße & viel Freude bei der Wegfindung <3

    1. Er würde selbstverständlich „Ja“ sagen! Oder eher „Vielleicht“, ganz einfach ist das mit meinen Texten ja nie. Aber er würde sich auf jeden Fall freuen wie Bolle, dass er nicht der einzige Konfusling ist!

  8. Leider kommt man mit den „normalen“ Leuten nicht so leicht ins Gespräch, weil sie keine Erkennungszeichen tragen und nicht missionieren wollen. Diverse Krabbelgruppen oder Stillgruppen waren mir entweder zu mainstream (ich war der Öko), oder zu dogmatisch.
    Vielen Dank für den Text, hier finde ich mich wieder – schade dass es keine wir-probieren-mal-aus-was-gut-funktioniert-Treffen gibt 😉

  9. Vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Ich empfinde es nicht nur als erfrischend, sondern auch als unbedingt notwendig, dass alle gängigen „pädagogischen Konzepte“ bzw. „(Nicht-)Erziehungsstile“ quasi entmythologisiert werden. Ich habe so viel von dem ganzen Kram gelesen und in meinem Herzen bewegt, dass ich manchmal ganz vergesse einfach zu leben und glücklich zu sein mit meinen Lieben. Was nützt dem Parenter am Ende ein lupenreines Pädagogikportfolio, wenn er oder sie die meiste Zeit damit verbringt bestimmten Idealen hinterher zu rennen? Auch die „mommy-war“ Medaille hat zwei Seiten… Das gute alte „carpe diem bzw. seize the moment“ ist momentan mein Mantra. Wer weiß – vielleicht schreibt bald jemand einen Elternratgeber darüber 🙂

    1. Liebe Antonia, vielenvielen Dank für deinen Kommentar!

      Ich muss ja ehrlich sein: Die Hälfte all dieser theoretischen Gedanken hätte es ohne die vielen bereichernden Gespräche mir Dir gar nicht gegeben. Du bist quasi meine Antonipedia! Wenn Wir nicht so genau wüssten, dass Ratgeber für die Tonne sind, würden Wir ihn zusammen schreiben, oder?!

      Wer durch Antonias Kommentar neugierig geworden ist: Auf http://von-klein-und-gross.de/ könnt Ihr einen Blick in das Leben meiner Schwägerin werfen und merkt vielleicht, was ich meine…

  10. Durch Zufall auf diesen Artikel gestoßen und finde ihn großartig! Ich bin auch Fan der AP-Grundsätze, habe aber das Gefühl, dass sie oftmals zu dogmatisch gehandhabt werden und einige Eltern sich das Leben dadurch schwer machen, um möglichst viele Punkte auf der AP-Liste abhaken zu können.
    Mir selbst ist es das Wichtigste, dass ich mich an den Bedürfnissen meines Babys orientiere und so habe ich mich z.B. nach einem recht schwierigen Stillstart für die Flasche entschieden, weil mein Kind eben Hunger hatte. Gleiches gilt für Babys, die lieber im Kinderwagen als in der Trage sind oder ihre Ruhe eher im eigenen Bettchen als im Familienbett finden. Ich denke, Babys Bedürfnisse sollten individuell betrachtet werden und nicht zwanghaft dem AP angepasst werden – ist ja ansonsten auch ein Widerspruch in sich. Ich bin dafür andere Eltern und andere Methoden nicht mit Verurteilung und vor allem sich selbst nicht mit einem schlechten Gewissen zu strafen.

    1. Danke Dir! Das Wichtigste und vor allem das Mutigste finde ich immer, sich gegen die Methode und für das Kind zu entscheiden. Dann trägt man nämlich so wie Du die Verantwortung und kann sich nicht hinter irgendwelchen Methoden verstecken. Das, liebe Becca, finde ich sehr cool. Alles Gute Dir und deinem Krümel, bleibt so nah bei Euch!

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