Stay-in-Bed-Mom

Stay-In-Bed-Mom

Da kuckt Ihr jetzt, ne? Wortschöpfung. Höchst kreativ. Worauf ich hinaus will? Auf genau das: Bleibt doch einfach mal im Bett. Mit den Kindern, wenn es geht, versteht sich. Erlaubt Euch das, wenn Ihr könnt. Und dabei steht das Im-Bett-Bleiben stellvertretend für alles, was wir Eltern uns jeden Tag eben NICHT gönnen. Weiß der Teufel, warum!

ICH nämlich kann mir das nicht wirklich erklären. Obwohl ich vermutlich ehrlich sein sollte: Gerade mit dem ersten Kind habe ich mir auch vieles nicht erlaubt, das ohne Weiteres möglich gewesen wäre. Und mir vielleicht auch wirklich gut getan hätte.

Schlaf zum Beispiel.

Stay-In-Bed-Mom
Schlaf, Kindlein!

Wenn man sich so durch meine Beiträge klickt, fällt es schon auf: Schlaf ist eine wichtige Sache für mich. Deswegen werde ich bis heute nicht verstehen, warum ich mich ausgerechnet mit dem Großwikinger so lange geweigert habe, zu schlafen, wann immer es ging. Also, na gut, ich weiß noch, dass ich dachte: „Jetzt bin ich schon den ganzen Tag zu Hause, da kann ich doch nicht auch noch schlafen! Überhaupt, die Wäsche! Der Einkauf! Und wenn das jemand mitkriegt! Huuuurz!“

Jetzt, mit drei Kindern, die selten (haha. HAHA!!!)  gleichzeitig müde sind, frage ich mich ernsthaft: Wie doof kann man sich anstellen? Um wie vieles leichter hätte ich selbst es mir gemacht, wenn ich morgens einfach liegen geblieben wäre, nachdem der Lieblingswikinger zur Arbeit los ist? Logisch, die Paarzeit leidet da schwer. Aber wie qualitativ hochwertig ist Paarzeit, in der ich kaum die Augen aufhalten kann? Und ich verrate Euch was: Aktuell bin ich „So Eine“. So Eine nämlich, die dem Kerl aus dem Bett zum Abschied eine müde Kusshand zuwirft und inständig hofft, die Kinder mögen noch eine Stunde schlafen.

Eine Stay-In-Bed-Mom

Die dann auch noch den ganzen Tag zu Hause ist. Völlig abgefahren, oder? Und wenn wir ehrlich sind, bleiben wir es auch: In dieser Zeit sollte ich eigentlich bloggen, aufräumen oder mit dem Liebsten schnacken. Wirklich. Aber ich schlafe stattdessen. Weil es geht und weil es mir GUT TUT ausgeschlafen zu sein. Weil es meiner ganzen Familie gut tut, wenn ich bis abends durchhalte, ohne vor lauter Müdigkeit und Überforderung die ganze Bande anzubrüllen.

Glaubt mal nicht, ich wüsste nicht, was das für ein Luxus ist. Denn vier Tage die Woche will der Große in die Tagespflege, die IHM so gut tut- gerade übernimmt der Wikingergatte das für mich. Ich habe Arzttermine. Die Wikingerbohne auch. Der Butterkeks hat einfach keine Lust, so lange zu schlafen. Die Bohne hat Bauch. Oder Nase. Vielleicht auch die Windel voll. Oder oder oder. Aber WENN ich die Gelegenheit UND das Bedürfnis habe, zögere ich nicht mehr. Und bis auf das eine oder andere Mal meldet sich auch mein Gewissen nicht. Denn was ich mir Gutes tue, das kommt auch bei meinen Jungs an. Die haben kein Problem mit schmutziger Wäsche oder einer chaotischen Wohnung. Die haben nur dann ein Problem, wenn ich nicht genug Kraft für unser Familienleben habe.

Die Schlafenszeit ist endlich

Stay-In-Bed-Mom
…oder wenigstens Kuscheln…!

Auch das ist mir bewusst: Nach 3.0 will ich wieder arbeiten und das Großkind kommt in die Schule- die Fünf-Tage-Woche ist nicht fern. Und absurder Weise freue ich mich auch darauf schon. Aber bis dahin gibt es keinen Grund, den Luxus , den ich habe, nicht auszunutzen. Und da ist Schlaf nur ein Punkt von vielen. Es gibt Zeiten, da lege ich gar keinen so großen Wert darauf. Stattdessen aber auf ein Essen in Ruhe. Und inzwischen warte ich nicht mehr brav ab, bis alle Kinder wieder da sind, um gemeinsam zu Mittag zu essen. Manchmal stehle ich mich aus dem Zimmer, schnappe mir etwas zu essen und vertilge es ALLEINE. Ganz. Alleine. Weil es geht und mich glücklich macht. Später kann ich immer noch mit den Kindern gemeinsam Spinat auf dem Tisch verteilen und fallende Gläser fangen. Und wenn ich bereits gegessen habe, kann ich es an manchen Tagen einfach entspannter, als an anderen.

Auch die Tatsache, dass der Großwikinger vier Tage die Woche zur Tagespflege geht, obwohl ich Hausfrau bin ist so ein Luxus. Für uns beide allerdings. Denn weder reicht meine Geduld zuverlässig für uns beide noch meine Kondition für seinen Bewegungsdrang. Darum darf er auf den Ponyhof. Weil es geht. Und weil es gut tut. Klingt ganz einfach, oder?

Ist es nicht. Aber ich wünsche trotzdem jedem von Euch, dass er etwas findet, das ihm Kraft gibt. Bei manchen reicht es ja schon, wenn sie die Kinder küssen. Ganz oft. Also… lasst es Euch mal wieder gut gehen!

Eure Julia

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