Mama Juja goes Bienenkönigin Teil 1

Mama Juja goes Bienenkönigin

 

Ihr Lieben, wer mir auf einem der zahlreichen Multimedia Kanälen folgt, der wurde seit März schon öfter damit konfrontiert. Und wer die Wochenenden in Bildern aufmerksam durchblättert, dem schwant es auch schon: Nach dem noch lange nicht finalisierten Projekt „Schrebergarten“ folgt nun: Projekt „Imkerei“. Nicht, dass ich sonst nichts zu tun hätte. ich mag nur lieber spannende Sachen…!

Imkern klingt für Euch erstmal gar nicht spannend? Ich muss gestehen, lange Zeit meines Lebens ging mir das ähnlich. Und auch als der Großwikinger eine Tagespflege besuchte, die Imerkei im festen Jahresablauf integriert hat, war ich noch nicht so überwältigt. Aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund begann der Wikingergatte unlängt mit der Recherche zum Thema Imkerei. Ich glaube, im Zuge eines Viedeos vom Selbstversorgerkanal. Für den Schrebergarten. Ich mag den Herren ja. Und der hat eben auch begonnen zu Imkern. Tja…

Und seitdem schwirrt die Idee durch unsere Köpfe

Mama Juja goes BienenköniginAbertausende Youtube-Videos später habe ich mich zu folgendem Satz hinreißen lassen: „Ich find das gut. Mann, mach das!“ Die Feministinnen unter den Twitterfreunden haben einen entsprechenden Tweet sofort angeprangert und mir gesagt, ich soll das mal schön selber machen. Ich habe denen gesagt, dass ich für Krabbeleinen nicht zu haben bin. Und noch zig tausend Videos gekuckt. Wir spulen vor zum Tag X: Meinem Geburtstag. zu demselben habe ich nämlich ein cooles Buch zur Imkerei bekommen. Weil wir zeitnah damit starten wollen. Also eigentlich habe ich Bienen zum Geburtstag bekommen. DAS rockt doch irgendwie, oder?

Bis zur ersten Biene ist es aber nach wie vor weit- obwohl wir schon April haben, muss von einiges passieren, ehe wir uns um ein Bienenvolk kümmern dürfen. Allem voran musste zunächst Zubehör bestellt werden. Das geht ordentlich ins Geld, das kann ich Euch sagen. Allerdings wohl auch, weil wir zu dem Zeitpunkt gebraucht einfach rein gar nichts gefunden haben. War wohl noch nicht Saison oder so… So oder so: Das war das teuerste Geburtstagsgeschenk aller Zeiten. Und die Investitionen dauern an. Denn was der Wikingergatte macht, macht er richtig. Also: Die richtigen Beuten (Bienenwohnungen) für unsere Breitengrade. Die richtige Austüstung. Die richtige Farbe für die Bienenhäuser. Richtiges Bienenwachs zum starten. Einen richtigen Smocker. Zack!

Nächstes Jahr müssen wir mit Honig reich werden oder Insolvenz anmelden.

Mama Juja goes BienenköniginEin Imker, der im selben KGV ist, wie wir, hat uns aber beruhigt: Wer Honig ernten will muss investieren. Aber er wird belohnt. Ich bin ja mehr als gespannt…! Viel wichtiger aber als der Honig wird mir nach und nach die Frage, warum nicht mehr Leute Bienen haben. Denn nach einigen Filmen und Recherchen zu diesem Thema steht fest: Ohne Bienen läuft nichts. Albert Einstein soll sogar gesagt haben, dass der Mensch vier Jahre nach den Bienen das zeitliche segnen wird- und bei den Bienen steht es immer wieder Spitz auf Knopf. Kein Scherz.

Ich habe auch erst sehr gelacht. Aber seit einigen Jahren sorgt ein zunehmendes Bienensterben auch in der öffentlichen Presse immer wieder für Aufruhr. Und das ist bis heute so. Ein Großteil aller Bienen stirbt ohne die Pflege des Menschen. Der Grund? Tjanaun. Gute Frage. Nächste Frage. Maßgeblich beteiligt ist die Varroa Milbe. Während sie eigentlich noch einen ganz netten Namen hat, ist ihre Auswirkung auf Bienenvölker verheerend. Die Kurzfassung lautet wirklich:

Varroa kills Bees. All of them.

Mama Juja goes BienenköniginAuch die meisten wild lebenden europäischen Bienen. Und ALLE Bienen sind mit dieser Milbe befallen. Ohne wenn und aber. Dieses mistige kleine Ding hat die Bienenwelt erobert. Und macht kurzen Prozess mit allem, was sie findet. Mal ganz im Ernst: Ich finde das nicht mehr langweilig. Das ist ziemlich spannend und ziemlich alarmierend. Auf dieser Grundlage gibt es inzwischen viele tolle Projekte zum Thema Bienenschutz, auch in Richtung „Stadt-Imkern“ oder „Bienenstock auf dem Balkon“. Denn ohne die Biene stünden wir schön blöd da.

Es gibt Landstriche im asiatischen Raum, da wird​ Pollen von Hand (!) gesammelt, eingetütet und dann von Hand (!!!) von hunderten Landarbeitern auf den Obstbaumblüten verteilt. Sonst ist da nix mit Früchten. Könnt Ihr Euch das vorstellen? Ich war sprachlos. Musste aber auch nichts sagen, der Film, aus dem sich diese Bilder in meinen Kopf gebrannt haben heißt „More than Honey“ und ist vll nach wie vor über Netflix zu finden. Auch für alle ohne jede Imker-Ambitionen sind da tolle und überraschende Bilder dabei. Ich war wirklich platt, wie wenig ich mal wieder weiß.

Und was ist jetzt mit Honig?

Langer Rede kurzer Sinn: Ich hoffe, es geht bald fleißig weiter mit mir und den Bienen. Und wenn es Euch interessiert und ich neben all den verrückten Projekten Zeit finde, lasse ich Euch gerne immer wieder mal an meinem Bienenköniginnendasein Teil haben. Vor allem daran, wie sich das mit den Kindern so gestaltet- ich hoffe ja, sie lernen so ganz nebenbei was fürs Leben. Es kann aber auch gut sein, dass wir einfach alle nur ziemlich oft gestochen werden und sonst nicht viel passiert. Man weiß ja nie, bei uns…!

Und bis dahin? Küsst die Kinder und freut Euch auf den Sommer!

Eure Julia

Mama Juja goes Bienenhonig

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