Babyzeichen Teil 2: Die Praxis in Videos

Babyzeichen Teil 2 sprechende Hände

Dass ich ein großer Fan von Babyzeichen bin, habe ich unlängst schon deutlich gemacht, glaube ich. Aber wie schon beim Thema Schlaf finde, ich: Was sich in der Theorie immer so schön flauschig anhört, muss sich auch in der Praxis bewähren. Darum habe ich Euch unsere gängigsten Babyzeichen einmal in kleinen Videos zusammengestellt. Das erspart mir langatmige Erklärungen und ist Euch im besten Falle etwas Inspiration…

Eigentlich soll man bei Babyzeichen ja mit dem Einfachsten beginnen. Auch, um die kleinen Knirpse motorisch nicht zu überfordern und am Ende völlig zu frustrieren. Weil ich aber nicht „man“ bin, habe ich eine andere Priorität gesetzt: Häufigkeit des Gebrauchs. Und was brauchen Babies neben Kuscheln am häufigsten? Exakt. Essen. Weil es aber nur wenig gibt, was sich bekloppter anfühlt, als einem Kind die Hupen ins Gesicht zu halten, das sich dann genervt wegdreht, wollte ich möglichst schnell erreichen, dass die Wikinger mir „sagen“ können, wann es „Hunger“ ist, der sie plagt.

Et voila: Das Zeichen für (Mutter-)Milch:

Klappt bei uns seit der Knirps etwa zehn/elf Monate alt ist. Ist ein wirklich schweres Zeichen. Aber eben auch wirklich wichtig.

Die zweite Priorität hat gleich mal der zweite Knirps selbst gesetzt: Während ich ja beim zweiten Kind unendliches und vor allem ausschließliches Stillen plante, plante K2 anderes. Seit dem vierten Monat ist vor ihm kaum ein Essen sicher. Also musste eine Unterscheidung zwischen Feststoffessen und Muttermilch her.

Bitteschön: „Essen“

Damit wurde es aber etwas kompliziert. Denn zum Essen gesellte sich natürlich bald „Durst“ auf Wasser. Nach dem Buch für Babyzeichen, an dem ich mich orientierte (ein Flohmarktfund, es gibt sicherlich bessere Bücher. Aber es war ein guter und vor allem einfacher Start!) ähneln sich die Zeichen für „Wasser trinken“ und „Essen“ aber sehr stark. Darum hat der Kleinwikinger kurzerhand folgende Alternative etabliert: „Essen“ und „Milch“. Also die Flüssigkeit, die es nur zum Essen gibt. Kluges Kind, ne?!

„Milch zum Esse“ oder „Wasser“:

Beim nächsten Babyzeichen war ich wieder ganz vorne mit dabei. Ich versuche ja, die Jungs halbwegs selbstbestimmt schlafen zu lassen. Dazu muss ich sie aber gut beobachten und einiges klug abstimmen. Die „letzte Wicklung“ zum Beispiel, die Nachtwindel also. Die sollte so spät wie möglich ans Kind, damit sie auch die Nacht über dicht hält. Wenn ich aber zu langsam bin oder nicht aufpasse, dann habe ich ein müdes Kind, das mir die Zeichen „Milch“ und „Schlafen“ macht, muss dieses Müdekind aber erst noch wickeln. Um ihm zu zeigen, dass ich ihn verstanden habe, aber erst noch eine frische Windel dran ist, habe ich ihm „frische Hose“ gezeigt. Und immer wiederholt: „frische Hose“ dann „Milch“ dann „Schlafen“. Übersetzt kam hoffentlich an: Ich habe dich verstanden aber erst mache ich Dir eine Nachtwindel, dann gibt es den Schlummertrunk.

Babyzeichen für „Frische Windel“:

Inzwischen bedeutet mit der Knirps aber so auch, wenn er findet, die Windel ist voll genug. Sehr praktisch!

Ganz wichtig und für heute das (fast!) letzte Babyzeichen:

„Schlafen“:

Lange Zeit kollidierte es mit dem quasi deckungsgleichen „Telefon“. Der Kleinwikinger ist aber ziemlich gewieft, was Alternativen anbelangt und ist schnell vom Telefon aufs Smartphone umgestiegen. Wie DAS jetzt wieder aussieht- Zeige ich Euch erst in Teil 3: Die Kür! Denn: nach Essen, Schlafen und Wickeln hört die Kommunikation ja nicht auf…

Bis dahin: Küsst die Liebsten und drückt sie fest. Diese Körperzeichen sind universal.

Für heute ist hier: „Schluss!“ (EndeGelände, SchichtimSchacht!)

Eure Julia

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1 Kommentar

  1. Die Babyzeichensprache meiner Wikingerenkel (bei Wikinger 1 war ich noch nicht so fit:-)) war bzw. ist einfach phantastisch. Da ich die Zeichen nun einigermaßen kenne und interpretieren kann bin ich auch in der Lage das gewünschte – außer Mama`s Bestes natürlich – anzubieten. Das ist schon sehr hilfreich da der jüngste Wikinger jetzt durchaus auch mal länger als eine halbe Stunde mit mir allein verbringt! Es gibt uns allen mehr Freiheit – und Sicherheit! Ich bin sehr stolz auf Mama Juja und ihre tollen Jungs – die machen das echt gut! Nicht nur die Babyzeichensprache… 😉
    Für alle Eltern die das auch probieren wollen:es lohnt sich wirklich – auch wenn man dranbleiben muss und es manches Mal auch Missvertändnisse gibt, aber die gibt es ja in der Welt der Worte auch oft genug!

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