Gastbeiträge im Wochenbett: Hardcore ist dagegen Katzenflausch

Ihr Lieben, heute wird es hardcore. Definitiv. Anderes kann man das nämlich auch nicht nennen, mit zwei Kindern unter zwei, oder? Isabell Rabe von laugh-live-love  will sicherlich keinen von Euch erschrecken, aber Ihr kennt das von mir: Manche Dinge müssen einfach raus. Dringend. Und ich bin ein bisschen stolz, dass ich den Text während meines Wochenbettes veröffentlichen darf- er erinnert mich daran: You are not alone…!

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Gastbeiträge im Wochenbett: Geschwisterplüsch von Sonnenshyn

Geschwisterplüsch von Sonnenshyn

Mit den Geschwistern ist das so eine Sache- GeschwisterPLÜSCH wird überall propagiert. Aber ganz so einfach ist das nicht, das haben wir hier auch schon gemerkt… Die wunderbare Chrissy von Sonnenshyn.de war so lieb, Ihren Weg gemeinsam mit Ihren Jungs für uns aufzuschreiben. Denn : Manchmal braucht es eben mehr als nur Geschwister, um Plüsch zu haben!

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Wenn man immer und überall auf Blogs und Instagram die ganzen Bilder von Geschwisterplüsch sieht, kann man schon mal neidisch werden.
Was ist verkehrt mit meinen Jungs? Hab ich bei dem Großen irgendwas falsch gemacht? Warum zum Teufel hat er so eine Abneigung gegen seinen Bruder? Gegen dieses putzige, kleine Baby?
Es war frustrierend! Es war traurig und ich war so oft SO verzweifelt!

Der Weg meiner beiden Kinder zueinander, war nicht leicht. Aber, wir haben es gemeinsam gemeistert.

Gastbeiträge im Wochenbett: Geschwisterplüsch von Sonnenshyn

 

WAS? SCHON DAS ZWEITE KIND?

Als ich mit dem zweiten Kind schwanger wurde, schluckten viele „Was? Jetzt schon?“, „Ist ein bisschen früh, ne?“, „War das so geplant?“, vor allem letzteres tat sehr weh. Als ob wir unser zweites Baby nicht wollten. Als ob er ein Unfall gewesen wäre. Nein, war er nicht. Er war exakt so geplant und wir waren (sind!) glücklich, dass es auch klappte.

Simon war 25 Monate jung, als Alwin geboren wurde (Witze über die Chipmunks bitte sparen! ;)). Ich habe im Vorfeld alles versucht, um den Großen auf das Baby vorzubereiten. Wir haben Bücher gelesen, er war beim Arzt und Ultraschall mit dabei, er hat beim Aufbau einiger Dinge geholfen. Und doch, er hatte, bis auf einmal ganz kurz, noch nie ein echtes Baby gesehen. In den Büchern fand er das noch irgendwie knuffig, aber was das in der Realität bedeuten würde, verstand er natürlich nicht. Wie auch? Selbst wir Erwachsenen haben keine Ahnung worauf wir uns einlassen.

Nun denn, Alwin trat also in unser Leben. Und Simon? Tja, der interessierte sich gleich null für seinen Bruder. In der Klinik schaute er ihn kurz an und spielte dann lieber mit dem Telefon.

Auch Zuhause ging er ihm aus den Weg. In der ersten Zeit fand ich das super! Ich hörte von anderen großen Geschwistern, die dem Baby den Schnuller klauten oder es unentwegt angrabbeln wollten. So, lief ich nie Gefahr, dass Simon das Kleine mit seiner Liebe zerquetschen würde.

„KEIN PLATZ MAMA“

Doch leider blieb es nicht dabei, dass der Große das Baby nur ignorierte. Das Weinen von Alwin konnte er nie ertragen. Er hielt sich die Ohren zu, oder fing selber an zu schreien. Oft weinte er mit oder brüllte seinen Bruder an. Da Alwin aber nie viel weinte, war das nicht ganz so schlimm für mich. Ich hielt es aus.

Allerdings gab es andere Dinge, die mir heute noch einen Stich ins Herz verpassen. Simon wollte nie, dass Alwin ihn berührt. Nie und zu keinem Zeitpunkt, unter keinen Umständen. Natürlich hat das Baby das nicht bewusst gemacht, aber sobald er ihn nur leicht berührte, schrie Simon oder fing an zu weinen. Es war mir unmöglich zu stillen und gleichzeitig ein Buch mit dem Großen anzuschauen. Es ging einfach nicht. Es gab immer irgendwelche Berührungspunkte, die Simon fand und nicht wollte.

Wenn ich Alwin stillte und Simon wollte kuscheln, weil er hinfiel oder einfach nur Nähe brauchte, sagte ich ihm immer wieder, dass er zu mir kommen kann. Dann stand er mit seinen großen tränenreichen Kulleraugen vor mir und sagte „Mama kein Platz“ und mein Herz brach in tausend Stücke. Ich habe mir wohl noch nie so sehr die Augen aus dem Kopf geweint wie zu diesem Zeitpunkt. Aus Herzschmerz. Purer Herzschmerz.

WAS HABEN WIR NUR GETAN?

Und dann schossen mir die ganzen blöden, ekelhaften Kommentare von damals in den Kopf „Es ist zu früh“, „Wie willst du das mit zwei so kleinen schaffen?“, und ich fragte mich „Was haben wir nur getan?“ hätten wir doch warten sollen? Haben alle anderen recht gehabt?

NEIN!
Nein, haben sie nicht.

Denn es liegt eben nicht (nur) am Alter des älteres Kindes. Es hat auch verdammt viel mit dem Charakter zu tun.

Wir haben das Richtige getan. Nach über einem Jahr mit den beiden, kann ich das mit Fug und Recht behaupten.

WAS HAT GEHOLFEN?

Geholfen hat Geduld. Engelsgeduld. Hatte ich die immer? Oh nein! Gewiss nicht. Aber den Großteil der Zeit. Auch wenn mir Simons Abneigung durchaus irgendwann auf die Nerven ging, habe ich ihn zu keinem Zeitpunkt gedrängt, irgendwas zu machen oder auszuhalten, was er nicht wollte.

Ich fragte ihn oft, ob er mir beim Wickeln helfen möchte. Er wollte nicht, also habe ich ihn gelassen. Was er allerdings gerne gemacht hat, war Spucktücher bringen oder die Tücher aus der Verpackung rupfen.

Auch den Kinderwagen schob er immer durch die Gegend. Das habe ich ihn auch viel machen lassen.

Streicheln, kuscheln oder auf den Schoß nehmen, gab es nicht. Auch da fragte ich hin und wieder nach, aber er wollte es nicht.

Dann und wann gab es allerdings kleine Lichtblicke. Manchmal küsste er Alwin auf den Kopf oder half beim Waschen in der Wanne. So fand er es zum Beispiel witzig, mit einem Becher Wasser über seinen Bruder laufen zu lassen.

Das Weinen vom Baby ertrug Simon immer besser. Hin und wieder brachte er ihm dann Spielzeug oder forderte mich auf zu singen oder Alwin zu kuscheln.

Wir versuchten es auch mit Exklusivzeit. So legte ich anfangs Simon, wie gewohnt, alleine hin. Der Babymann war derweil beim Papa.

Der große Wendepunkt kam aber, als Simon gesehen hat, wie ein anderer Junge (zu dem Zeitpunkt 3) mit Alwin Quatsch machte. Als ich Alwin auf den Schoß hatte, kam der Junge und kasperte vor dem Baby herum und nahm seine Hände in die Seine und spielte mit ihm. Zu der Zeit war Alwin etwa sechs Monate alt.

Gastbeiträge im Wochenbett: Geschwisterplüsch von Sonnenshyn

DANN LIEF ALLES RUND

Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis das Eis endgültig gebrochen war. Der eine Tag mit dem Jungen aus der Siedlung hat so unglaublich viel verändert, ich bin ihm heute noch dankbar!

Jetzt, nach über einem Jahr, würde ich sagen, dass die beiden Jungs ein ganz normales Verhältnis zueinander haben. Sie spielen gemeinsam, streiten sich aber auch um Spielzeug. Sie kuscheln zusammen im Bett, könnte sich aber manchmal nicht ausstehen.

Weiterhin versuchen wir es mit Exklusivzeit für jeden. Mal mache ich etwas mit Alwin alleine, während Simon was mit dem Papa macht und umgekehrt.

Wir haben es geschafft, auch wenn es ein längerer Weg ist.

Sonnige Grüße.

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Hut ab vor so viel Geduld, oder? Aber ich finde es auch einfach wichtig, dass Ihr wisst: Es ist nicht immer alles Flausch und Plüsch. Manchmal sind die scheinbar einfachsten Dinge die schwersten. Und Geschwistersein ist mindestens so schwer oder leicht wie Elternsein. Da sind Höhen und Tiefen vorprogrammiert, oder?

Danke liebe Chrissy!

Ich küsste die Kinder und vielleicht hat der Butterkeks heute einen guten Tag und küsst seinen großen Bruder auch mal. Vielleicht aber auch nicht. Das geht klar, ich habe genug Küsse für beide…!

Eure Julia

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Wochenende in Bildern 2./3.12.2017

Wochenende in Bildern 2./3.12.2017

Ihr Lieben, ich will mich ja nicht beschweren, aber aus Bloggersicht ist das nix mit diesem Wochenbett. Hier passiert einfach nichts! Nada. Niente. Also, klar, der Alltag hält langsam wieder Einzug, die üblichen Baby-Erfordernisse bahnen sich ihren Weg und ich bin immer immer müde. Aber Dinge, die sich in Bildern hübsch einpacken lassen?! Naja. Die Wikingerbohne. Aber sonst? Pffff. Ich versuche es trotzdem, aber seid nachsichtig mit mir. Und kuckt bei Susanne von geborgen wachsen noch nach all den anderen wunderbaren Wochenenden!

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Die Läuse sind los!

Die Läuse sind los!

#Kooperation*: Ihr Lieben, wer mir auf einem der Social Media Kanälen folgt, hat es bereits mehr als einmal vernommen: Läuse im Hause Wikinger. Jawoll. Läuse. Diese winzigen, juckenden, Krabbeltiere. Uähgs. Katastrophe! Oder? Nee. Ich sag Euch: Nee. Denn die meisten Dinge, die ich über Läuse dachte zu wissen, sind Humbug. Deswegen kläre ich Euch Mal in Zusammenarbeit mit der Shop-Apotheke auf. Deren Produkte verlinke ich für Euch.  Zwei Fliegen mit einer Klappe also. Plus das übliche schlecht gelaunte Gemecker einer Mutter, die die dritte Runde Läusebehandlung in der 39. Schwangerschaftswoche einläutet. Enjoy!

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